Pilgern in Zeiten von Corona

Stand: 2.10.2020 – Die Lage auf den Pilgerwegen ist zerbrechlich. Die sog. “zweite Welle” der Pandemie scheint sich vor weiten Teilen Europas aufzubauen. So gilt eine Reisewarnung für ganz Spanien zum 14.8.20 und ebenfalls eine Reisewarnung für fast ganz Frankreich seit dem 30.9.20.

Die Infrastruktur der Herbergen und auch der Pilgerbetrieb in Santiago selbst haben seit Ende Juni einen Neustart unter strengen Hygieneauflagen versucht. Seit dem 1. Juli ist auch die Kathedrale in Santiago wieder geöffnet.

Am Weg und in den Pilgerherbergen ist viel Herzblut und auch Geld investiert worden, um den Pilgern sichere Unterkunft in Zeiten der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Neben den üblichen Motiven des Pilgerns könnte es auch ein Zeichen der Anerkennung und der Solidarität mit den Menschen, die am, für und sicher auch vom Weg leben, wenn man gerade jetzt aufbricht.

Natürlich ist der Planungsaufwand höher, als in “normalen” Jahren. Wir wollen mit den folgenden Hinweisen allen, die den Mut haben, sich auf den Weg zu machen, erste Hilfen für ihre ganz persönliche Pilgervorbereitung geben. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr und nur so aktuell, wie sie von den jeweils Verantwortlichen up to date gehalten werden. Wenn Sie Erfahrungen auf dem Weg gemacht haben, sind wir dankbar für Rückmeldungen, weil diese wieder den nächsten Pilgern helfen können. Schreiben Sie uns.

Spanien

Zu allgemeinen Hinweisen und zur Situation in Spanien verweisen wir gerne auf die sehr ausführlichen Infomationen der Deutschen Jakobusgesellschaft in Aachen und die Hinweise des Auswärtigen Amtes.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Seite der AMC – Santiago. Das ist die Vereinigung der Kommunen, die am Camino Frances liegen. Leider ist die Seite nur in spanischer Sprache verfasst. Ggf. einfach ein Übersetzungsprogramm nutzen.

Frankreich

Zur allgemeinen Situation in Frankreich empfiehlt sich ein Blick auf die Seite der FFACC (Fédération Française des Chemins de Saint Jacques de Compostelle). Dort findet sich auch eine Übersicht über alle Mitgliedsverbände, die ihrerseits auf ihren Homepages – unterschiedlich aktuell – über die Situation in der von ihnen betreuten Region informieren.

Ein ganz besonderes Angebot verdanken die Pilgerinnen und Pilger dem niederländischen Ehepaar Huberta und Arno, die die Herberge „Esprit du Chemin“ in Anthien ca. 25 km hinter Vézelay betreiben. In mühevoller Arbeit haben sie auf einer interaktiven Karte alle Infos zur aktuelle Situation der Pilgerherbergen für die „via viciliacenis“ (Vézely-Saint Jean Pied de Port) zusammengestellt.

Region Trier

Die regionalen Pilgerwege auf Trier zu stützen sich üblicherweise nicht auf ein dichtes Netz von Pilgerinfrastruktur. Insofern müssen die Pilger Unterkünfte immer in Eigenregie organisieren. Da das Hotel- und Gaststättengewerbe in Deutschland den Betrieb wieder aufgenommen hat und auch Campingplätze geöffnet sind,ist es sicher möglich, einen Pilgerweg zu planen. Ob private Quartiergeber derzeit schon Gäste empfangen, muss individuell geklärt werden. Trotzdem könnte das regionale Pilgern eine interessante Alternative für dieses Jahr sein.

Stadt Trier

In Trier selbst sind derzeit das Josefsstift und die Abtei St. Matthias noch für den Gästebetrieb geschlossen. Anfragen bei privaten Quartiergebern müssen vom Pilgerbüro individuell geklärt werden.

Unser Pilgerbüro in der Dominformation ist regulär geöffnet!